
Trauma & Transformation
Ein Trauma entsteht dann, wenn eine physische oder psychische Verletzung die eigenen Bewältigungsmechanismen überfordert. Die Auslöser hierfür können so vielfältig sein wie das Leben selbst. Neben den ganz offensichtlichen Verletzungen, die beispielsweise ein Unfall verursacht, gibt es auch die Ursachen, die im Außen vielleicht niemand sieht. Menschen, egal ob groß oder klein, die Übergriffe und Missbrauch auf emotionaler oder körperlicher/sexueller Ebene erleben oder erlebt haben, tragen eine tiefe Wunde in sich, die meist für andere nicht offensichtlich ist. Derartige Erlebnisse werden oft tief vergraben, da es Gefühle von Scham, Schuld, Hilflosigkeit und Ohnmacht als „Wächter“ des Erlebten z.T. sehr schwer, ja unmöglich machen, sich Hilfe und Unterstützung zu holen.
Hier ist es für Betroffene ein erster wichtiger Schritt, für sich den Gedanken zuzulassen, dass ihnen etwas Schreckliches, Ungeheuerliches widerfahren ist, was ihre Integrität verletzt hat, auch wenn der Kopf immer wieder argumentiert und fragt: „Bist du dir sicher? Es war doch gar nicht so schlimm..“ Dieser Schutzmechanismus möchte uns davor bewahren, Erlebnisse, die uns zutiefst überfordert haben, nochmal anzuschauen. Allerdings liegt genau darin die Chance auf Heilung! Die Gefühle, die im Moment des Erlebens nicht bewältigt werden können, in einem geschützten Rahmen kennenzulernen, zu fühlen, zu betrauern, um sie dann abfließen und gehen zu lassen sind weitere wichtige Schritte, um die erlebte Ohnmacht zu wenden und die Erfahrungen zu integrieren. Dabei ist es völlig egal, wie lange ein Missbrauch oder anderes traumatisches Erlebnis zurück liegt!


Körper- & Zellgedächtnis
Da unser Körper- und Zellgedächtnis erlebte Gefahren abspeichert, kann diese Erfahrung in Situationen, die der Ursprungssituation ähneln, reaktiviert werden. Im Bruchteil von Sekunden wird so das Überlebenssystem aktiviert - und wir geraten entweder in Angst oder sogar Panik oder schalten ab. Diese Schutzreaktion kann sich in verschiedenen Ausprägungen zeigen.
Um derartige Erfahrungen auf Körperebene, im Nervensystem und auf emotionaler Ebene zu integrieren und zu wenden, ist es sinnvoll, alle beteiligten Ebenen miteinzubeziehen:
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Auf der Körperebene ist immer ein Blick auf den Stoffwechsel wichtig. Menschen, die an einer nicht behandelten HPU-Stoffwechselstörung leiden, haben erfahrungsgemäß nicht die Ressourcen, traumatische Erfahrungen in der Tiefe zu bearbeiten, da sie es nicht verstoffwechseln können.
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Die Beruhigung und Zentrierung des Nervensystems über Reflexintegration und kinesiologische Traumaarbeit stellen einen weiteren wichtigen Baustein meiner Arbeit dar.
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Die Systemische Therapie, sowie die schamanische Aufstellungs- und Heilarbeit ermöglichen zum Einen neue Perspektiven auf die Bedeutung für den eigenen Weg und zum Anderen tiefe Transformationsprozesse, um Gewalt- und Opferthemen, die oft über Generationen weiter gegeben wurden zu beenden und damit Frieden zu schließen.


